Neuraltherapie
Kopfschmerz-Syndrome
Bei Kopfschmerzen jeglicher Art kann die Neuraltherapie nach Huneke außerordentlich hilfreich sein. Auch hier stellen die individuelle Anamnese des Patienten und eine sehr sorgfältige körperliche Untersuchung die Grundlagen dar.
So kann es vorkommen, dass ein charakteristisches Kopfschmerzgeschehen erst nach bestimmten medizinischen Interventionen (z.B. Operation der Nase und Nasennebenhöhlen oder Wurzelbehandlungen der Zähne) begonnen hat, was Anlass für ein entsprechendes neuraltherapeutisches Vorgehen ist. Ferner ist die möglichst genaue Erfassung von Lokalisation, Charakter, Ausbreitung und zeitlichem Verlauf der Kopfschmerzen von entscheidender Bedeutung.
In Kombination mit einem umfassenden körperlichen Untersuchungsbefund einschließlich der gesamten Wirbelsäule, myofaszialer Zusammenhänge und aktiven Muskeltriggerpunkten kann so meist ein neuraltherapeutisches Behandlungskonzept entstehen.
Typische Indikationen (Auswahl) sind:
- Spannungskopfschmerzen
- Migräne mit und ohne Aura einschließlich Sonderformen wie hormonelle Migräne, Augenmigräne, chronische Migräne und vestibuläre Migräne
- Trigeminus-Neuralgien
- Glossopharyngeus-Neuralgie
- Aurikulotemporalis-Neuralgie
- Typischer und atypischer Gesichtsschmerz
- Cluster-Kopfschmerz (Bing-Horton-Syndrom)
- Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz
- Paroxysmale Hemikranie
- Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) einschließlich aktiver Triggerpunkte
- Kopfschmerzen im Stirn- oder Wangenbereich – ein- oder beidseitig – oft bei chronischer Stirnhöhlen- oder Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis)
- Syndrom der brennenden Zunge/des brennenden Mundes
- Atypischer Zahnschmerz
- Gesichtsschmerz nach Gürtelrose im Kopfbereich
- Alle schmerzhaften Zustände nach Operationen