Neuraltherapie
Obere Extremität
An der oberen Extremität existieren viele Krankheitsbilder, welche mittels Neuraltherapie nach Huneke mit großem Erfolg behandelt werden können.
Auch hier kommen der sorgfältigen Anamneseerhebung und der ausführlichen klinischen Untersuchung entscheidende Bedeutung zu. Neben einer symptomorientierten Untersuchung (z.B. Ellenbogenschmerz) sollten auch immer ein Befund der Wirbelsäule erhoben und eine Untersuchung auf aktive myofasziale Triggerpunkte durchgeführt werden. Bildgebende Verfahren (z.B. MRT) liegen oft schon als Befunde vor oder werden vom neuraltherapeutischen Arzt falls erforderlich auch selbst veranlasst.
Wie auch an der unteren Extremität (siehe dort) besteht eine der größten Herausforderungen darin, radikuläre (meist ausgelöst durch Druck auf die wirbelsäulennahe Nervenwurzel, z.B. bei Bandscheibenvorfall) von pseudoradikulären Beschwerden abzugrenzen. Dies deshalb, weil sonst die Therapie an den wahren Ursachen vorbei geht und möglicherweise auch operative Verfahren mit ihren Risiken durchgeführt werden.